Kerstin Weidner

Wechseljahre biopsychosozial betrachten –
Beschwerden verstehen, Selbstwirksamkeit fördern

26.01.2027 um 19.00 Uhr online per Zoom

Die Wech­sel­jahre bekom­men der­zeit viel Auf­merk­sam­keit in den Medien. Dabei wer­den sie häu­fig als hor­mo­nell bedingte Pro­bl­em­phase dar­ge­stellt. Beschwer­den wie Hit­ze­wal­lun­gen, Schlaf­stö­run­gen, sexu­elle Lust­lo­sig­keit und depres­sive Ver­stim­mun­gen wer­den schnell mit den Wech­sel­jah­ren in Ver­bin­dung gebracht, wäh­rend Hor­mon­the­ra­pien und Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel stark bewor­ben werden.

Für uns als Fach­per­so­nen stellt sich des­halb eine wich­tige Frage: Wie las­sen sich Beschwer­den in die­ser Lebens­phase fun­diert, dif­fe­ren­ziert und zugleich res­sour­cen­ori­en­tiert einordnen?

Denn Hor­mone sind nur ein Teil des Gesche­hens. Auch die Ein­stel­lung zum eige­nen Kör­per und zum Älter­wer­den, die per­sön­li­che Lebens­si­tua­tion, uner­füllte Wün­sche, der Umgang mit Beschwer­den sowie soziale und gesell­schaft­li­che Ein­flüsse kön­nen eine wich­tige Rolle spielen.

Der Vor­trag ver­mit­telt Ori­en­tie­rung für die Pra­xis: Er unter­stützt Fach­per­so­nen dabei, Beschwer­den bes­ser ein­zu­ord­nen und bio­lo­gi­sche, psy­chi­sche und soziale Ein­fluss­fak­to­ren glei­cher­ma­ßen zu berück­sich­ti­gen. So kön­nen Frauen in ihrer Selbst­wirk­sam­keit gestärkt wer­den, ohne ihre Beschwer­den zu unter­schät­zen, zu patho­lo­gi­sie­ren oder ein­sei­tig bio­lo­gisch oder psy­cho­lo­gisch zu deuten. 

Im Mit­tel­punkt steht der sichere Umgang mit unter­schied­li­chen Erklä­rungs­mo­del­len sowie die Frage, wie Fach­per­so­nen Res­sour­cen und Selbst­wirk­sam­keit gezielt stär­ken können.

Live-Online-Vor­trag mit anschlie­ßen­der Dis­kus­sion. Ohne Auf­zeich­nung – damit Aus­tausch und Fra­gen in einem geschütz­ten, ver­trau­li­chen Rah­men Platz haben.

Die Expertin

Prof. Dr. med. Kers­tin Weid­ner ist Kli­nik­di­rek­to­rin der Kli­nik und Poli­kli­nik für Psy­cho­the­ra­pie und Psy­cho­so­ma­tik am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum C.G. Carus Dres­den an der Medi­zi­ni­schen Fakul­tät Dres­den und Fach­ärz­tin für Psy­cho­so­ma­ti­sche Medi­zin und Psy­cho­the­ra­pie. Sie hat ver­schie­dene Behand­lungs­pro­gramme für ver­schie­dene Patient*innengruppen ent­wi­ckelt und eta­bliert. Ihre wis­sen­schaft­li­che Arbeit rich­tet sich u.a. auf Risiko- und Resi­li­enz­fak­to­ren, Wirk­sam­keit von Inter­ven­tio­nen und Ein­fluss­fak­to­ren auf Therapieeffekte.

Frau Prof. Weid­ner ist Autorin und Co-Autorin von zahl­rei­chen wis­sen­schaft­li­chen Arbei­ten und enga­giert in der Aus‑, Fort- und Wei­ter­bil­dung. Sie ist Prä­si­den­tin elect der Deut­schen Gesell­schaft für Psy­cho­so­ma­ti­sche Medi­zin und Ärzt­li­che Psy­cho­the­ra­pie sowie im Bei­rat der Deut­schen Gesell­schaft für Psy­cho­so­ma­ti­sche Frau­en­heil­kunde und Geburts­hilfe aktiv.

Kurszeiten 

19.00–20:30 Uhr

Fortbildungspunkte

Wer­den bei der Baye­ri­schen Lan­des­ärz­te­kam­mer beantragt.

Kursgebühr

35 €

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Bitte vol­len Vor- und Nach­na­men ange­ben (im Anmel­de­for­mu­lar und in Zoom). 
Anmel­de­schluss: Tag der Ver­an­stal­tung um 17.00 Uhr.

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